Donnerstag, 12.Jänner 2017
Obwohl ich mir vorgenommen hatte, mich nicht zu stressen, lief ich dann am Vormittag doch schweißgebadet durch die Wohnung. Koffer packen, Koffer zu, Koffer wiegen – Koffer zu schwer – Koffer auf, Koffer zu…
Eigentlich wollte ich mein Zimmer ja perfekt aufgeräumt hinterlassen, das hat dann jedoch nicht soo geklappt (sorry, Mama!).


3/4 meiner besten Freunde und Mathias haben mich zum Flughafen gebracht und jetzt wurde es ernst. Abschied nehmen war angesagt, ich bin schlecht in sowas. Mama hatte sich doch noch rechtzeitig erholt und würde mich nun begleiten .
Nach mehreren festen Umarmungen (und noch mehr Tränen, hauptsächlich von mir) hab ich mich umgedreht und bin durch die Passkontrolle gegangen. Zurückgeschaut hab ich mich nicht, ich glaub das hätt mein Herz nicht ausgehalten.

Ab durch die Sicherheitskontrolle und schon war boarding angesagt…
Der erste Flug führte zum Zwischenstopp nach Amsterdam.
Beim Start sind mir dann doch noch ein paar Tränen ausgekommen, ich würde ja jetzt fast fünf Monate nicht mehr hier sein.
5 Monate… das klingt tatsächlich eher wenig, aber der Abschied ist mir doch ziemlich schwer gefallen, aus verschiedenen Gründen.
Das Trübsalblasen war jedoch bald vorbei.

Kaum auf Flughöhe angekommen, fielen uns zwei junge Steirer in der Reihe vor uns auf. Bald waren ich abgelenkt, denn die Ereignisse entfalteten sich wie folgt (ein Ausschnitt aus einer Whatsappnachricht, die ich nach der Landung verschickt hatte):

17:40
Die Typen vor uns haben beinhart Gin&Tonic, gemischt in einer Gordons-Flasche. Mit Gurke und allem. 😂

18:00
HAHAHAHHA die Stewardess hat ihnen die Flaschen weggnommen hahahahhaa
“I need to keep an eye on your alcohol intake on board.”

18:10
Wir haben mit ihnen geredet, wie sie das reingebracht haben…
Sie haben die flasche Gin im duty free gekauft und dann bei einer Bar nach Eis und Gurken gefragt. 😂😂😂

18:26
Update
Einer der beiden ist sehr gesprächsfreudig. Der Andere hatte gestern seinen 21. Geburtstag und würde darum gerne weiter”feiern”.
Die Stewardess meinte, sie “schaut was sie für ihn tun kann “.
Die Beiden sind aus Graz und eine Freundin von ihnen studiert auch Volksschul-Lehramt und war auch in Norwegen. Kleine Welt.
Sie würden heute gerne in einem coffee shop übernachten.

18:35
Das Geburtstagskind hat ein Geschenk von der Stewardess bekommen. 2 Cola und ein Malbuch. 😂

18:51
Kaum gelandet, war die Freude groß: “Jaaaaa, mia san in Amsterdam. Da ist es legaaal.” 😂

An dieser Stelle ein herzliches Danke an die zwei Herrschaften, die mir den Flug um einiges versüßt haben. (Auch wenn sie das vermutlich nie lesen werden)

Am Flughafen Schiphol hatten wir nur ca. 1.5 Stunden Zeit. Die haben wir damit verbracht, ein bisschen in den duty free-Shops zu stöbern. (In Norwegen soll der Alkohol sehr teuer sein, wurde mir gesagt…) und ein Panini zu verspeisen.
Mit einer Flasche Tanqueray im Gepäck, war es Zeit die zweite Maschine zu boarden – auf nach Stavanger!

Mama hatte die Idee, uns für die erste Nacht in das Flughafenhotel einzumieten, eine sehr gute Idee!
Todmüde fielen wir ins Bett und ich war schon unendlich gespannt, was die nächsten Tage bringen würden…

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