Montag, 30.Jänner 2017
Die Uni hätte um 12 begonnen, wir haben jedoch den Shutte genommen, da wir wieder in den Pilateskurs gehen wollten. Das heißt – halb 7 aufgestanden, auf in den Bus, um 7:50 waren wir dort – um zu entdecken, dass es an diesem Montag kein Pilates gab!
Die Freude war groß…
Wir haben dann jedoch unseren Schweinehund überwunden und trotzdem ein Workout gemacht. Dafür wurden wir beim Verlassen des Fitnesscenters mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt!

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Nach dem Gym war es Zeit für meine erste Präsentation – die hat auch gut geklappt und war somit abgehakt.

Später hatten wir dann unsere erste Norwegisch-Stunde, was ziemlich interessant war.
Es ist ziemlich komisch eine andere Sprache “auf Englisch” zu lernen, aber es hat viel Spaß gemacht!

Dienstag, 31.Jänner 2017
Wir hatten von 8 bis 16 Uni, was ziemlich anstrengend war und danach war der Plan zu einer “Ice Breaker Party” von der Studentenorganisation zu gehen.
Da diese erst um 18 Uhr beginnen würde, nutzten wir die Zwischenzeit um zu einer der Sehenswürdigkeiten in Stavanger zu fahren: Sverd I Fjell!
Es ging sich genau aus, dass wir diese zu Sonnenuntergang erreicht haben – es bot sich also eine geniale Kulisse für Fotos.

Nachdem die Sonne untergegangen war, wurde es Zeit in die Stadt zu fahren. Die Ice Breaker Party fand in einer Location namens “Folken” statt, in dem oft Partys oder Konzerte sind.

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Das Highlight am Beginn der Party und Gesprächsthema für die ersten 1.5 Stunden war – gratis Pizza! Nachdem alle ein bisschen warm geworden sind, wurde ordentlich getanzt.

 

Mittwoch, 1.Februar 2017
Das mit dem Einkaufen hier ist so eine Sache. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich dazu entschlossen, in großen Mengen einzukaufen und zu versuchen mit den gekauften Sachen ca.2 Wochen auszukommen.
Also war mal wieder shopping-time.
Nach unserer zweiten Norwegisch-Einheit machten sich Mary (eine Irin) und ich auf den Weg zu den Supermärkten.
Kurz gesagt: es war eine Katastrophe.
Schon im ersten von zwei Supermärkten war ich ziemlich angefressen, da dieser überhaupt nicht organisiert oder nach irgendeiner Logik eingeräumt war. Außerdem war alles teuer (surprise, surprise…).
Also, angefressen bei der Kasse, schon hier hat mich Mary gefragt, warum ich so gestresst aussehe… (im Nachhinein glaub ich, ich hatte hellseherische Fähigkeiten 😄).
Ab in den zweiten Supermarkt – Rema, ein Discounter.
In der Gemüseabteilung hab ich versucht zwei Zucchini in ein Papiersackerl zu verpacken – selbiges promt durchriss und die Zucchini am Boden landeten. Schon das fanden Mary und ich recht lustig… weiter ging es durch die Gemüse- und Obstabteilung, ich füllte meinen Korb schön an (hauptsächlich mit Obst und Gemüse). Bei der Milch angekommen, war kein Platz mehr in meinem Körbchen, also nahm ich zwei Packerl Milch und klemmte sie mir unter den Arm.
Ich ging drei Schritte und – flatsch – eines der Milchpackerl hatte sich selbstständig gemacht, war aus meinem Arm gerutscht und am Boden zerplatzt.
Milch – überall. Auf meiner Hose, auf meinen Schuhen, in meinen Schuhen…
Irgendwo zwischen lachen und weinen rief ich nach Mary (“Ich hab nur von irgendwo eine leise Stimme meinen Namen rufen gehört…”). Diese fand mich in dem Milchsee, der sich mittlerweile um mich gebildet hatte. Nachdem wir mit dem Lachen fertig waren, war sie so lieb und holte einen Verkäufer. Der hat sich sofort um die Reinigung gekümmert (“Das kann ja jedem Mal passieren!”) und Mary und ich machten uns auf den Weg zur Kasse. Nach dem Zahlen (von der Summe war mir übel) verpackte ich alles in einen großen, recht stabil aussehenden Plastiksack (ähnlich einem Ikeasack). Kaum fertig gepackt, bemerkte ich, dass einer der Henkel auf einer Seite abgerissen war.
Kein Problem, Mary bot mir ihre Hilfe an und so gingen wir aus dem Supermarkt hinaus – wo promt der zweite Henkel riss.
Tränenlachend kamen wir dann auf die Idee, dass es doch recht schlau wäre, den Plastiksack hinter uns her zur Busstation zu ziehen. Gesagt, getan.
Bei der Busstation hievte ich den Sack auf die, sich dort befindliche, Bank und wir begannen, was in unsere Rucksäcke passte, dort zu verstauen. Nach dem ersten Griff in den Sack bemerkte ich – der Boden war durchgerieben, genau so eines der Milchpackerl. Milch (fast) überall. Okay… Milch in ein Plastiksackerl verpackt, ab in den Bus.
Nach dem Aussteigen, bot mir Mary an, den Orangensaft, der sich im Plastiksack befand in ihren Händen zu tragen, damit ich den Einkaufssack mit beiden Armen tragen konnte. Als sie ihn aus dem Sack nahm, begann sich eine Fontäne Orangensaft aus dem Packerl zu entgießen. Die Sache war mittlerweile schon so lachhaft, dass wir kaum gehen konnten, vor lauter Lachen.
Auf dem halben Weg von der Busstation zum Studentenheim, also ca. 700m, blieben wir kurz stehen, damit ich den Einkaufssack richten konnte. Als ich ihn nach dem Abstellen wieder anhob, war auf dem Boden ein großer Joghurtfleck zu sehen – auch meine Riesenpackung Joghurt wurde durch unsere “Lass uns doch den Sack über den Boden schleifen”- Aktion aufgerieben und hatte sich nun überall verteilt.
Überall = die Einkäufe, mein Mantel, meine Schuhe…
Wir schwankten zwischen Verzweiflung und Belustigung ob dieser be…joghurten Situation.
Endlich beim Studentenheim angekommen, schmiss ich meinen Mantel in die Waschmaschine, wusch meine Lebensmittel ab und räumte alles an seinen Platz.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich will jetzt LANGE nicht mehr einkaufen gehen! 😂

Danke, danke, danke an Mary, ohne dich ich wahrscheinlich recht früh aufgegeben und meine Sachen einfach zurückgelassen hätte…😂 (Ich glaub, jetzt sind wir Freunde! hahaha)

Postiver Punkt dieses Abenteuers:
Ich hab schon ganz viele Sachen gekocht und je 3-4 Portionen eingefroren, also bin ich jetzt mal versorgt. 😀


Donnerstag, 2.Februar 2017
Nach meiner dritten Präsentation in dieser Woche, war die Lektorin unserer Veranstaltung “Comparing Education” so nett und hat uns norwegische Delikatessen zur Verkostung mitgebracht: Knäckebrot, Brunost -“brauner Käse” (Scheiben von leicht karamellisiertem Ziegenkäse), Makrelenfilet in Tomatensauce und die “berühmten” norwegischen Karotten! 😄

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Freitag, 3.Februar 2017
Nach einer Einheit im Sportcenter, machte ich mich auf den Weg zur Polizeistation, da ich mich registrieren lassen musste. Ich hatte einen ganzen Bus für mich alleine!

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Wieder zurück auf der Uni war es Zeit für “african dancing”, ein Kurs im Rahmen von “Music Crossing Borders”.
Ein Video von unserer “Abschlussperformance” ist ganz unten.
Auch wenn es sehr (sehr) anstrengend war, hatte ich und auch alle anderen großen Spaß!

Wieder zuhause beschlossen wir Pizza zu backen.

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