Samstag, 25.März 2017
Die am Donnerstag eingefangene Müdigkeit hat sich beständig gehalten, darum hab ich am Samstag tagsüber nicht viel gemacht, außer endlich mal wieder mein Zimmer von Grund auf geputzt.

Da ich nicht den ganzen Tag daheim sitzen bleiben wollte, sind Mary und ich am Abend zu einer kleinen, gemütlichen Party in der Unterkunft in der Innenstadt gegangen.
Wir waren um eins wieder zu Hause, aber da wir zu einer weiter entfernten Busstation gegangen sind, haben wir zumindest ein bisschen Frischluft schnappen können und dort war es richtig nett!

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Sonntag, 26.März 2017
Vor ein paar Wochen konnte man sich via Facebook zu einer von der Uni organisierten Surf-Veranstaltung anmelden und da das damals eh noch so weit weg war, hab ich es halt einfach mal gemacht.
Nun, da der Tag gekommen war, hab ich doch ein bisschen an mir gezweifelt…
Surfen? ICH? In Norwegen? Hm…

Mit dem Wetter hatten wir echt richtiges Glück, es war so schön, wie ich es hier fast noch nicht erlebt hab und es hatte ganze 8 Grad! Höchsttemperaturen also!

Wir sind mit einem Taxi zu dem Strand gefahren, an dem das Surfing stattfinden sollte, da es absolut keine Busverbindung dorthin gab.
Dort konnten wir uns dann alles, von Neoprenanzug bis Surfboard, ausleihen.

Das Anziehen des Neoprenanzugs gestaltete sich schon etwas schwierig – das Zeug ist aber auch verdammt eng! 😳
Es hat einige Zeit gedauert bis ich mich dann quasi luftdicht in diesem Anzug verpackt hatte (also Platz für Unsicherheiten auf den Körper bezogen, konnte man sich hier nicht leisten 😅),  aber eigentlich war er ganz angenehm zu tragen.

Vorstellen konnte ich mir ja nicht, dass mich der wirklich vor dem 4 Grad kalten Wasser schützen würde, aber dennoch bin ich dann geradewegs ins Meer spaziert und was soll ich sagen – es hat funktioniert!
Durch verschiedene Spalten im Anzug kam doch manchmal Wasser reingespült, aber das hat sich dann durch die Körperwärme schnell erwärmt und so beim Warmhalten sogar geholfen.

Das Surfen an sich hat mir viel mehr Spaß gemacht als ich mir vorgestellt hatte, Aufstehen hab ich zwar nie geschafft, aber es war sehr angenehm, einfach auf dem Bauch auf dem Surfbrett zu liegen und sich von den Wellen in Richtung Land spülen zu lassen.

Was ich dann doch ein bisschen unterschätzt hatte, war die Kraft des Wassers! Normalerweise, wenn man von einer Welle getroffen wird, kann man es ausbalancieren oder fällt halt schlicht um. Wenn man dann von einer Welle + Surfboard getroffen wird…naja. Man kann sagen, dass ich einige “Knutschflecken” davongetragen habe, wo mich das Surfboard geküsst hat. 😂

Nach ca. 2 1/2 Stunden im Wasser wurde mir doch etwas kalt, also ab an Land, das Surfboard Richtung “base camp” getragen (das ist ganz schön schwer, so ein Surfboard!) und begonnen mich aus dem Anzug zu schälen. Das hat mich ohne Spaß eine halbe Stunde gekostet!

Die Veranstalter hatten am Strand auch ein Lagerfeuer mit Hot Dogs und Keksen organisiert, also konnten wir unsere Reserven wieder auffüllen, haben am Strand noch ein bisschen die Sonne genossen und sind dann via Taxi zurück gefahren.

Im Studentenheim hab ich mich dann erstmal warm geduscht und dann haben wir ein paar Sofas aus dem Common Room geschnappt und vor das Haus in die Sonne getragen. Netter Gedanke in der Theorie, in der Praxis waren 8 Grad dann doch etwas zu kalt…
Wir freuen uns schon alle sooo sehr, wenn es wärmer wird und wir mehr im Freien machen können. Besonders jetzt nach der Zeitumstellung merkt man, dass es am Abend schon deutlich länger hell bleibt, nämlich bis circa 20h.

 

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